Im FriedWald Bernau bei Berlin

Mittwoch, 16. Januar 2019

Andacht im FriedWald 2018



Liebe Familien, liebe Freunde!

Ich begrüße Sie zu unserer Andacht am heutigen Totensonntag!

Sie, als Familie und Freunde, haben erfahren und erfahren täglich, dass unsere Toten in uns weiterleben. Wir, als FriedWald-Förster, erleben dasselbe, auf sanftere Weise, abgeschwächt, hier im Wald. Auch wir erinnern Ihre Toten und wir erinnern Sie in vielen Situationen, die uns berührt haben, wenn wir Sie mit Ihren Lieben auf dem letzten Weg begleitet haben. Und während wir Woche für Woche im FriedWald unterwegs sind, Namenstafeln aufhängen, Bäume begutachten, Gräber anlegen, kommen Sie uns wieder und wieder in den Sinn. 

Aus diesem Grund ist diese alljährliche Andacht für mich so wichtig, als Gelegenheit, all jene, die ich in die Erde gebettet habe, in unsere Mitte zu nehmen und zu erinnern, gemeinsam mit Ihnen. Mit Ihnen und Ihren Erinnerungen erst wird dieser Wald ein wertvoller Erinnerungsort!

Ich danke Ihnen also auch in unserem Namen, dass Sie heute gekommen sind.

Es ist Herbst, die Jahreszeit, in der die Natur ruht. Die Bäume stellen ihre Produktion ein und ziehen 70 Prozent ihrer Säfte zurück. Der Herbst ist auch die Jahreszeit, in der wir Menschen uns nach innen wenden, die Zeit für Erinnerung und Einkehr. Traditionell besuchen Menschen in dieser Zeit die Gräber ihrer Ahnen und Wegbegleiter oder suchen sie innerlich auf.
Die Ablenkung von außen, die Geschäftigkeit des Sommers sind zu Ende, die Tage sind kürzer als die Nächte und die Dunkelheit birgt unter ihrem Mantel Erinnerungen.

Unter den Erinnerungen, die uns bewegen, sind solche, die unseren Frieden stören und die schwierige Aufgaben für uns bereit halten. Und ebenso birgt die Dunkelheit Erinnerungen, die schön, die berührend sind und uns dankbar und gelassen leben helfen.
In uns und unseren Erinnerungen, den bewussten wie in den vergessenen, leben die Menschen, mit denen wir verbunden sind, weiter, auch wenn der Tod uns trennt.

In unserem Wald hängt eine Tafel am Baum, auf der steht ein Satz, der für mich zum Ausdruck bringt, wie verbunden wir sind mit unseren Toten. Da heißt es: „Du bist nicht mehr dort, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind.“

Wir leben mit unseren Toten weiter. Und jeder von Ihnen kennt das: Das Leben, das wir geteilt haben, zieht in uns auf, und wir können Schönes und Glückhaftes ebenso wie Ungelöstes und Schmerzhaftes innerlich wieder und wieder durchleben. All die geliebten wie die ungeliebten Gefühle sind immer aufs Neue da und wir führen immer dieselben inneren Dialoge. Das ist das Eine.
Das Andere ist, dass wir uns in einer vollkommen neuen Situation befinden, weil ein Mensch, der uns nahe war, gestorben ist. Das hat unser Leben stark verändert. Ich möchte Ihnen heute eine Geschichte erzählen, die der Sturm im vergangenen Jahr mitgebracht hat. In dieser Geschichte geht es um den Wald, aber es geht auch um uns, die wir den Sturm überlebt, die wir den Tod eines nahen Menschen überlebt haben.

Bevor ich zu der Geschichte komme, lade ich Sie ein, alle Erinnerungen willkommen zu heißen, die Sie mitgebracht haben, jedes Gefühl willkommen zu heißen, das da ist, das in Ihnen auftaucht. Erlauben Sie Ihr Zwiegespräch und betrachten Sie es.
Der Wald unterstützt uns dabei, wie immer. Wir haben Feuer gemacht, mit dem Holz unserer Buchen und Kiefern und mit dem würzigen Holz des Wacholders. Und wir wollen räuchern: also Harze und Pflanzen verglimmen, deren Aromen uns unterstützen können. Das soll kein schamanisches Ritual sein, mit dem ich Sie irgendwie zu bezaubern suche, nein, es geht ganz einfach darum, mit all unseren Sinnen hier im Wald anzukommen. Zu den Sinnen gehören eben nicht nur die Augen und die Ohren, sondern ganz entscheidend für unser Zuhause-Gefühl im Wald ist unser Geruchssinn. Wenn Sie an den Wald denken, erinnert sich Ihr Körper sicherlich an einen geliebten, vertrauten Geruch: vielleicht an den Geruch von Harz an einem heißen Sommertag oder an den Geruch von Feuchtigkeit und Pilzen im Herbst.

Wir haben über das Jahr Räucherwerk aus diesem Wald gesammelt, Harze, Nadeln und Kien von der Kiefer, Rinde, Blätter, Blüten und Früchte und wir räuchern dieses alles, während wir hier zusammen sind.

Und während ich das Rauchwerk auflege, dürfen Sie hier im Wald ankommen, Sie dürfen ausatmen, und dann die Düfte des Räucherwerks einatmen, um Ihre Geruchserinnerungen zu wecken und im Wald und bei sich anzukommen.

Zuallererst lege ich Buche auf, denn die Buche ist es, die mit ihrer hohen lichten Gestalt unserem FriedWald sein Gesicht gibt. Die Buche schenkt uns einen klaren weiten Raum, in dem wir uns sicher fühlen und unser Blick Ruhe findet.

Bevor ich zu der Geschichte komme, die der Sturm im vergangenen Jahr erzählte, möchte ich kurz die Geschichte vor dieser Geschichte erzählen.

Vor einigen Jahren hatte ich von dem Hospizdienst, für den ich als Sterbebegleiterin tätig war, zum Geburtstag eine Karte bekommen. Darauf stand zu lesen: „Wenn die Wurzeln stark sind, brauch ich den Wind nicht zu fürchten.“ Dieses Bild begleitet mich seither im Wald, und ich sehe eine tief verwurzelte Buche oder Eiche, an deren Krone der Wind zerren mag, die bei Sturm schon mal Äste lässt, die verletzt wird, sich beugen mag, als Spiegel für mich selbst. Ich habe wie die Bäume in den Stürmen meines Lebens Verletzungen erlebt und meine Haut weist Narben auf. Die Buche erholt sich von ihren Verletzungen und so tue ich es auch, immer wieder. Meine Wurzeln versorgen mich mit Lebenskraft, sie sind die Quelle meiner Vitalität.

Ich weiß: Manche Wunden sind sehr groß und sie können gefährlich werden, weil zu viel Lebenskraft verloren geht und wir geschwächt sind.

Dennoch: Solange wir unsere Wurzeln spüren, erinnern wir uns an das, was wir oft schon erlebt haben: Das Leben hat verschiedene Jahreszeiten und Wetterlagen, es bringt Freude und Leid. Ich kenne die zyklische Natur des Lebens, ich habe sie wieder und wieder erfahren. Und deshalb weiß ich wie der Baum, dass der nächste Frühling kommt, er kommt ganz gewiss. Im Vertrauen darauf halte ich meine Blätter im Herbst nicht fest, sondern lasse sie los, lasse los, was ich nicht unbedingt brauche, um zu überleben, weil ich weiß, der nächste Frühling kommt und mit ihm neue Blätter, neue Lebenskraft.

Anders als loslassen kann ich gar nicht, auch wenn ich weiß: ja, es kann sein, dass ich das nächste Frühjahr nicht erlebe. Aber werde ich auf Grund der Möglichkeit, dass ich diesen Winter nicht überlebe, die Blätter im Herbst nicht loslassen? Nein, das werde ich nicht tun – solange ich die Kraft meiner Wurzeln spüre, solange ich mich daran erinnere, dass die Wurzeln mich bisher zu jeder Jahreszeit und gleich bei welchem Wetter genährt haben.
Das Vertrauen in die Wurzeln ist eine mächtige Kraft, die Leben spendet und erhält.

Ich komme jetzt zu dem Bild, das mir der Sturm dagelassen hat.
Eines Tages kommt der Sturm, der uns fällt. Bis dahin werden wir wieder und wieder Stürme überstehen. Und dann wird es diesen einen geben, der so stark ist, dass er uns fällt, so wie wir es 2017 erlebt haben: Der Sturm war stark, so dass er Bäume entwurzelt und Kronen abgerissen hat. Auch das ist Teil des zyklischen Geschehens in der Natur. Ein Baum fällt und hinterlässt eine Lücke im Wald. Licht erreicht den Boden, und wo der Baum stand, beginnt die nachwachsende Baumgeneration sehr schnell und mit Macht zu wachsen. Neues Leben entsteht, Himbeeren wachsen, vielleicht eine Eberesche, ein Holunder, die untere Etage im Wald erlebt eine üppige Zeit, so lange, bis das Kronendach sich wieder schließt und die Menge an Licht, die den Waldboden erreicht, nicht mehr ausreicht, um dieses Leben zu erhalten

Wenn ein Baum fällt, bedeutet das seinen Tod, es bedeutet aber zugleich neues Leben, Wandel, Neubeginn. Das ist die Natur und wir Menschen haben Verständnis dafür. Wenn ich bei einer Waldführung erkläre, dass mancher Baum fällt, dass er erkrankt und abstirbt, dann sagen die Menschen: So ist die Natur, das ist ja so. Ja, das ist so. Bei den Bäumen wie bei den Menschen. Was für die Bäume gilt, gilt ebenso für uns. Wenn ein Mensch stirbt, bedeutet dies Ende und Neubeginn.

Schauen wir nun auf die Bäume, die überleben und aus deren Mitte einer gefallen ist. Dann sehen wir etwas Neues. Wenn einer fehlt, bedeutet dies für die anderen Chance und Gefahr zugleich. Zum Einen haben die überlebenden Bäume die Chance, den entstandenen Raum und das lebensnotwendige Licht zu beerben, selbst zu wachsen und stärker zu werden, neue Kronenmasse zu bilden. Wenn einer fehlt, bedeutet das jedoch zugleich eine Schwächung, denn ungewohnt viel Sonne verbrennt die Haut, nimmt den Schutz und begünstigt Krankheiten. Außerdem sind Bäume, die nicht im Schutz eines geschlossenen Waldes wachsen, anfälliger für Sturmschäden. 

Die Analogie des Waldes zeigt, was auch wir Menschen erleben, wenn der Sturm wütet. Wenn ein Mensch in unserer Nähe stirbt, verändert sich für alle alles. Es entsteht eine Lücke, andere Menschen kommen in Sicht, es entsteht Unsicherheit, Gefahr.
Wenn jemand stirbt, der uns nahe ist, hören wir oft, dass die Zeit alle Wunden heilt. Bestimmt haben Sie diesen Satz auch schon gehört und darüber nachgedacht, was er uns eigentlich sagen soll. Manchmal, wenn es uns schlecht geht, klingt er wie Hohn, fast zynisch: Die Zeit heilt alle Wunden!

Was genau tut die Zeit also? Die Zeit tröstet nicht. Unser Instinkt ist es nicht, uns trösten zu wollen über einen Verlust. Es ist doch so, dass wir mit unseren Verlusten leben und ihre Wirkung auf unser Leben spüren. Die Verluste gehören zu uns und verschwinden nicht, bloß weil die Zeit vergeht. Ein Verlust verändert unsere Aussicht radikal. Wir haben eine völlig neue Aussicht. Wir sehen etwas anderes als zuvor, wir sehen uns selbst anders als zuvor.
Im Wald haben wir genau das vor Augen: Nach einem Sturm verändert sich das gesamte Bild, es entstehen neue Sichtachsen. Es entsteht neues Leben, das ist gemeint, wenn man sagt: Die Zeit heilt alle Wunden. Das Leben erobert sich den Raum, es steht nicht still, und nach ein paar Jahren fallen uns nicht zuallererst die Wunden auf, die der Sturm gerissen hat, sondern wir freuen uns an einer üppigen Vegetation im Licht der Sonne oder an jungen Bäumen, die aus einem gefallenen Stamm emporwachsen.

Wir können den Sturm nicht verhindern, wir können den Tod nicht verhindern, und unser Menschenleben ist so viel kürzer als das Leben der Bäume, sehr viel kürzer, so kurz, dass es uns schwer fällt, uns die Zukunft eines Waldes vorzustellen und geduldig ein kleines Stück zu begleiten.

Aber, wie zum Ausgleich für unsere kurze Lebensspanne, können wir Menschen etwas, das die Bäume nicht können. Wir können uns bewegen. Wenn ein Mensch stirbt, können wir einander Nähe geben, wir können aufeinander zugehen. Wir können die Unsicherheit, die Ängste, die durch die Lücke entstehen, mindern. Deswegen rücken Menschen näher zusammen, wenn ein Geliebter stirbt. Sie geben einander Schutz. Darin sind wir wesentlich schneller als die Bäume

Wir Menschen können das sehr gut, das erlebe ich im Wald oft: Wir können einander liebevolle Fürsorge und Schutz geben, wir können vieles verstehen, wir können uns einfühlen. Ich erlebe so viele großartige Menschen, Menschen voller Liebe und Dankbarkeit, voller Freude und Verständnis, so viel Schönheit und Fülle der Erinnerung ist da bei allem Schmerz über den Verlust, bei aller Leere, die entsteht durch den Tod. Fülle und Leere, Fülle der Erinnerung, Leere durch des Tod eines Geliebten.

Ich erzähle Ihnen diese Geschichte, weil ich an das Hoffnungsvolle in der zyklischen Natur des Lebens erinnern möchte. Es macht mir Mut. Im Vertrauen darauf, dass der nächste Frühling kommt und meine Kräfte dann wieder steigen werden, lasse ich meine Blätter fallen, und den Wald vor Augen gewinne ich Mut, Abschied zu nehmen von dem, was ich nicht halten kann und Mut, die Liebe und Hilfe anzunehmen, die sich mir bieten.

Zum Abschluss meiner Geschichte möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf einen Lebensbereich im Wald lenken, den wir oft übersehen, weil die Lebewesen, die dort arbeiten, so klein sind, dass wir sie kaum wahrnehmen. Ich möchte uns ermutigen, genauer hinzuschauen, nicht nur auf die ganz große Bühne unseres Lebens, sondern auf die Kleinigkeiten in unserem Leben, die große, sehr große Bedeutung haben. Also, lassen Sie uns noch einmal in den Wald schauen und ihn als Spiegel für uns Menschen betrachten:

-   Die Masse aller Säugetiere im Wald pro Quadratkilometer liegt bei maximal 3 Tonnen.

-   Die Masse der Regenwürmer im Wald pro Quadratkilometer liegt bei 20 Tonnen.

-   Die Masse der übrigen Laubfresser, dazu gehören Milben und Springschwänze, pro Quadratkilometer liegt bei 2000 Tonnen.

Die kleinsten Lebewesen im Wald haben die größte Bedeutung für die Gesundheit des Waldes

Welche Kleinigkeiten sind es, die Ihrem Leben Gesundheit und Fülle geben?

Für diese Frage gebe ich Ihnen ein Gedicht von Eva Strittmatter mit auf den Weg, das meinem Verständnis nach die Bedeutung des Kleinen für das Große zum Ausdruck bringt. Das Gedicht spricht wie folgt:

Ich bin mir selbst genug.

Was alles ist in mich gefallen
An Leben Sterben mit den Jahren…
Manches habe ich ganz erfahren
Und andres halb. Wenig von Welt. (Von allen
Meinen Sünden ist die kleinste Selbstbetrug.)
Ich inspiziere meinen Innenraum:
Da schläft ein Stein. Da wacht ein Baum.
Ein Himmel wölbt sich über mir.
Neben mir lebt vertraut ein Tier.
Ich hab noch eine kleine Zeit
Und eine Strecke Wegs zu gehn.
Aber es kann auch heut geschehn.
Dann wars genug. Ich bin soweit.

(aus: Eva Strittmatter, Der Winter nach der schlimmen Liebe))

Wir wollen nun die Menschen ehren, die ihren letzten Sturm erlebt und deren Asche wir in diesem Wald beigesetzt haben. Wir wollen diese Menschen ehren, wir wollen sie erinnern und in unsere Mitte nehmen. Ich bitte Sie, sich dafür zu erheben, wenn es Ihnen möglich ist.
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Vielleicht waren Sie hier an diesem Ort an dem Tag, als Sie die Asche Ihres geliebten Menschen beigesetzt haben. Mit dem Feuer, das wir entfacht haben, erinnern wir an die Feuerbestattung unserer Toten. Wir erinnern uns daran, dass wir ihren Körper dem großen Wandler, dem Feuer übergeben haben. Das Feuer hat ihren physischen Leib stark gewandelt, in kurzer Zeit mit großer Kraft stark gewandelt. Dann haben wir den Körper in seiner neuen Stofflichkeit, als Asche, der Erde gegeben, und hier wandelt er sich weiter, langsamer, aber stark. Er wird ein Teil der Erde, ein Teil der Pflanzen, der Tiere, der Bäume, und dann wird er ein Teil der Luft, ein Teil der Luft, die wir alle atmen, jetzt und später. Und zu jedem Zeitpunkt ist unsere Materie ein Teil des gesamten Kosmos, ein Teil der Unendlichkeit, ein Teil des Zyklus.

Wir geben der Erde unsere Toten und sie bringt neues Leben hervor. Die Erde ist kreativ, tatsächlich kreativ und das ist jeden Tag für uns erlebbar. Daran ist nichts Spirituelles, das ist die Wirklichkeit, greifbare sichtbare Erde

Wenn ich eine Urne senke, sage ich oft: „Wir betten dich hier in die Erde, in die Erde, die dich genährt hat, solange du lebtest und die du nun mit deiner Asche nähren wirst.“ Das bringt für mich zum Ausdruck, was mich selbst beruhigt und was ich für sinnvoll und natürlich halte, und was mich darüber hinaus vor Stumpfheit und Zynismus, vor Grübelei, Zweifel und Warum-Fragen bewahrt. Ich empfinde es als unseren gemeinsamen Nenner hier im FriedWald, dass die Erde unser Zuhause ist und uns auch dann noch birgt, wenn wir tot sind. Wir sind und bleiben ein Teil der Erde. Wenn ich also eine Urne senke, denke ich, dass ich selbst es bin, die ich bette, liebevoll gebe ich der Erde, was ihr ohnehin gehört. Der Erde gehen ihre Elemente nicht verloren, sie sammelt ihre Teile an der einen oder anderen Stelle wieder ein. Aus diesem Grund wird die Erde auch nicht schwerer, wenn ein Mensch geboren wird oder umgekehrt auch nicht leichter, wenn ein Mensch stirbt.
 
Wir leben mit unseren Toten weiter. Wir stehen auf ihren Schultern, sie flüstern in unseren Herzen, während wir hier am Feuer die Gerüche des Waldes und die Aromen des Feuers einatmen.
  
Ich freue mich, dass Sie gekommen sind und wünsche Ihnen eine heilsame Zeit der Einkehr und der Erinnerung.